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Jugenddiakoniepreis

Erster Platz für das Projekt "Wahnsinn"

Eine Wahnsinnsidee hatte Kevin Mauch mit seinem Projekt, das den ersten Platz beim Jugenddiakoniepreis machte. Gemeinsam mit Menschen mit Handicap entwickelte er ein T-Shirt-Label.

Kevin Mauch hat den Jugenddiakoniepreis gewonnen

Kevin Mauch hat den Jugenddiakoniepreis gewonnen

Die Wahnsinns-Klotten kommen vor allem in der Skateboard-Szene an, das Produkt verbindet Menschen mit Handicap mit einer hippen Generation. Deshalb siegte Kevin Mauch beim MachMit! Award in der Kategorie der 18 bis 27-Jährigen. Heike Baehrens, stellvertretende Vorstandsvorsitzende des Diakonischen Werks Württemberg, überreichte dem Auszubildenden der BruderhausDiakonie die Auszeichnung am 29.September in Ludwigsburg – im Rahmen des Jugendtags des Evangelischen Jugendwerks Württemberg. „Ich find‘s geil“, sagte Mauch über seine Auszeichnung. „Es ist schön, wenn man für seine Idee so eine Wertschätzung erhält.“

Mauch entwickelte das Label gemeinsam mit Klienten

Die Idee, ein eigenes Label zu entwickeln, hatte Mauch, der selbst aus der Skateboard-Szene kommt, bereits im ersten Jahr seiner Ausbildung zum Arbeitserzieher im Büroservice der BruderhausDiakonie. Dort arbeiten Menschen mit psychischen Erkrankungen, die teilweise eine grafische Vorbildung haben. Gemeinsam mit Klienten erarbeitete Mauch ein Design für das Label. Einer der Beschäftigten hatte die Idee für den Namen des Labels: „Wahnsinn“. „Der Gedanke ist, die Klienten zu fordern und einen Lernprozess in Gang zu setzen“, erklärte Mauch seine Motivation für das Projekt. Außerdem wollte er „etwas Lebendiges, etwas Praxisnahes“ gestalten.

T-Shirts sind im Sortiment von Skateboard-Läden

Die T-Shirts werden in der Werkstätte der BruderhausDiakonie in Ravensburg von Menschen mit psychischer Erkrankung im Siebdruckverfahren bedruckt. Mauch und sein Team waren bereits auf einem Skateboard-Wettbewerb und einer Messe, um die Produkte vorzustellen. Und der Vertrieb läuft: Mehrere Skateboard-Läden haben die T-Shirts bereits in ihrem Sortiment.

Der Leiter der Reutlinger Werkstätten, Klaus Fischer, freute sich ebenfalls über die Verleihung des Preises an seinen Mitarbeiter: „Es ist eine beachtliche Leistung, dass er das mit Beschäftigten während seiner Ausbildung umgesetzt hat.“

Jugenddiakoniepreis würdigt soziales Engagement

Der Jugenddiakoniepreis wird von der Diakonie Baden-Württemberg, den evangelischen Jugendwerken in Baden und Württemberg und den Zieglerschen vergeben. Unterstützt wird die Auszeichnung von der Stiftung Diakonie Baden, der Stiftung Diakonie Württemberg und vom Jugendradio bigFM. Der Gesamtwert der Preise beträgt 7.000 Euro.

Weitere Preisträger in der Altersklasse der 18 bis 27-Jährigen sind die Pais-Hausaufgabenbetreuung der EC Jugendarbeit Bahlingen (2. Platz), eine Klasse der Helene-Lange-Schule in Mannheim für ihren Kreativbereich in der Kindervesperkirche (3. Platz) und das „Project AP“ der Altenpflegeschule Manoah (Sonderpreis).

In der Altersklasse der 13 bis 17-Jährigen wurden vier Preise verliehen: Dabei erreichten Schüler der Gustav-Werner-Schule aus Heilbronn mit ihrem Projekt „Café im Seniorengarten“ den ersten Platz. Das Projekt „FasZination“ einer Gruppe vom Familienzentrum in Lauchringen kam auf den zweiten Platz. Den dritten Preis in dieser Altersgruppe erhielten Stefan König und Florian Schofer aus Villingen für das Musicalprojekt „pro dezibel“. Siyar Yeniay aus Rottenburg wurde mit einem Sonderpreis ausgezeichnet.

 

Fotos: Diakonisches Werk Württemberg/ Neumann

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